Am vergangenen Wochenende fanden im badischen Weinheim bei Mannheim die Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaften der Damen und Herren statt. Mit insgesamt 7 Teilnehmer/innen  aus dem Bezirk konnte man sich sehr ordentlich präsentieren gegen das Beste, was der neue TTBW so zu bieten hat, auch wenn man knapp an Podestplätzen vorbeischrammte.

Damen:

Paula Truöl vom TSV Herrlingen: Paula erzielte mit einer klaren Niederlage und einem deutlichen Sieg souverän Platz 2 in ihrer 3er-Gruppe, im 32tel-Finale ereilte sie dann das Aus gegen Lisa Gäßler vom DJK Offenburg. Mit Partnerin Anja Skokanitsch im Doppel siegte sie souverän in der 1. Runde, mit dem Tableau hatte man dann allerdings etwas Pech, gegen die späteren Siegerinnen Annett und Alexandra Kaufmann hätte es anschließend nicht schwerer kommen können. vIm Mixed überstand Paula mit Frank Elseberg ebenfalls die 1. Runde, die beiden schieden aber auch hier gegen die späteren Sieger Julian Mohr/Wenna Tu in einer unlösbaren Aufgabe aus, konnten den haushohen Favoriten aber einen Satz abluchsen.

Sabrina Götzfried vom TSV Herrlingen: Sabrina hatte in ihrer spielstarken Vorrundengruppe als Nachrückerin einen etwas schweren Stand, war aber nach einer Führung im 5. Satz nur ganz knapp an der späteren Gruppenzweiten Jana Bork gescheitert. Im Doppel und Mixed schied sie in der 1. Runde mit wenig Losglück gegen starke Paarungen aus.

Kayra Bekir vom TSV Illertissen: Kayra wurde wie Paula mit einem klaren Sieg und einer klaren Niederlage in ihrer 3er Gruppe Zweitplatzierte, mit Felicitas Reif vom TTC Mühringen meinte es die Auslosung nicht übermäßig gut mit ihr im 32tel Finale, da sie sicherlich eine der stärksten anderen Gruppenzweiten war. Kayra unterlag hier 3:0. Im Doppel mit Annika Müller erwischte man gleich in der ersten Runde die an zwei gesetzten Vivien Scholz und Katrin Hessenthaler, wo man sich beim 1:3 sehr teuer verkaufte. Im Mixed mit Dwain Schwarzer vom SC Staig scheiterte man im Achtelfinale knapp nach 5 Durchgängen an dem spielstarken Duo um Topspieler Yannick Schwarz.

Annika Müller von den TSF Ludwigsfeld: nach einem 1:7-Rückstand im 5. Durchgang gleich im ersten Einzel schienen die Chancen aufs Weiterkommen bei nahezu 0, Annika drehte aber diesen Satz noch um und konnte so bei einer Niederlage im zweiten Einzel dennoch als Gruppenzweite in die nächste Runde einziehen. Hier zeigte sie eine starke Partie und hatte auch etwas Losglück mit einer nicht ganz so starken Melina Schruff vom DJK Sportbund Stuttgart, diese Partie entschied sie sehr deutlich für sich. Damit hatte sie im Sechzehntelfinale die große Ehre, gegen Tanja Krämer (ehem. Hain-Hoffmann) zu spielen,, deutsche Meisterin im Dameneinzel 2008, gegen die sie natürlich auf verlorenen Posten stand, dennoch sicher ein tolles Erlebnis. Im Mixed mit Stefan Staudenecker konnte man nach ordentlicher Leistung in der ersten Runde ins Sechzehntelfinale einziehen, hatte aber gegen das deutlich bessere Duo aus Offenburg mit Samuel Schülein und Jana Kirner danach gar keine Chancen.

Herren:

Stefan Staudenecker vom TSV Erbach: in der Vorrundengruppe zeigte sich hier wieder einmal die seit Jahren schwache Organisation dieser Veranstaltung, die beiden einzigen Qualifikationsteilnehmer aus dem Ulmer Bezirk Frank und Stefan wurden in die gleiche Gruppe eingeteilt. Dazu gesellte sich mit Florian Saljani ein Oberligaakteur aus Gnadental, weshalb hier die Luft schon etwas dünn wurde. Nach einem 0:3 gegen Saljani,wobei hier der 1. Satz nach einem 10:8 etwas ärgerlich abgegeben wurde, folgte dann das bezirksinterne Duell. Frank und Stefan lieferten sich ein überraschend enges und hochklassiges Duell mit vielen langen Rallies, nachdem die letzten Partien immer deutlich vom Ulmer gegen den Erbacher entschieden wurden. Der Erbacher führte sogar 6:4 im 5. Satz und stand hier kurz vor einer großen Überraschung, am Schluss setzte sich aber doch noch Elseberg durch. Mit einem 3:1 gegen Patrick Beck aus Viernheim, sicherlich einer der spielstärksten Gruppenvierten im Feld, konnte immerhin noch der 3. Vorrundenplatz gesichert werden.

Im Doppel mit Frank konnte man die eingespielte Paarung Engel/Berbner vom gastgebenden TTV Weinheim 3:1 schlagen, ehe man mit Regionalligaspieler Marius Henninger und Oberligaakteur Simon Geßner eine fast unlösbare Aufgabe erwischte. Hier war man anschließend vier Sätze komplett auf Augenhöhe und hätte bei besserer Verwertung von Führungen sogar 3:1 gewinnen können, denn erst im fünften Satz lief der Arm bei den großen Favoriten locker und das Duo aus Erbach und Ulm hatte hier dann deutlich das Nachsehen.

Frank Elseberg vom SSV Ulm 1846: der Spieler vom SSV Ulm 1846 gewann deutlich gegen den oben genannten Patrick Beck, dann folgte das Spiel gegen Stefan Staudenecker und anschließend ging es um den Gruppensieg gegen Florian Saljani. Hier war Frank schon deutlich im Vorteil und hätte das Match eigentlich mit 3:0 zumachen können, der Gnadentaler gab aber nie auf und spielte sich mit seiner enormen Grundsicherheit auf der Rückhand wieder zurück, am Ende verlor Frank etwas unnötig mit 2:3 hauchdünn. Im Sechzehntelfinale konnte er sich über das Los als Gruppenzweiter gegen den Oberligaakteur Jan Barcelo-Ebentheuer vom TTV Ettlingen nicht beklagen, dieser spielte trotz eines ähnlichen TTR-Werts wie Saljani im Vergleich deutlich schwächer, weshalb ein nicht allzu gefährdetes 3:1 zu Buche stand. Im Achtelfinale kam es dann zur vielleicht größten Sensation am gesamten Wochenende, wieder kam der Gegner aus Ettlingen nur dieses Mal war er dort lange Zeit Spitzenspieler und ist immer noch die aktuelle Nummer 2 im Oberligateam. Daniel Weiskopf war gegen Frank natürlich klar favorisiert, dennoch gewann der Ulmer Landesligaspieler gegen den Ettlinger Oberligaspieler trotz 150 TTR-Punkten weniger, was auf diesem Niveau Welten sind, mit 13:11 im Entscheidungsdurchgang. Somit hatte sich Frank ganz stark in Tag 2 der Veranstaltung gespielt und erstmal noch ein Hotel finden müssen... Das Achtelfinale war gegen einen guten Bekannten, den Ex-Staiger Nico Wenger, jetzt beim DJK Sportbund Stuttgart im hinteren Paarkreuz der Regionalligamannschaft aktiv. Nach einer 7:1-Führung im 1. Satz, die Frank nicht nutzen konnte kippte das Spiel etwas, am Ende hieß es 3:1 für Wenger, dennoch ein tolles Turnier vom Ulmer.

Dwain Schwarzer vom SC Staig: Staigs zweiter Oberligaspitzenspieler griff erst im Sechzehntelfinale ein und spielte sich ohne Satzverlust gegen Goran Tadic, Steffen Wächter und Nico Wenger ganz souverän ins Halbfinale der Veranstaltung wie im vergangenen Jahr. Leider ging es dann genau gleich wie im vergangenen Jahr auch weiter, gegen die ganz dicken Brocken war dann Endstation. Im Halbfinale wartete wie in 2019 Julian Mohr und im Spiel um Platz 3 Jens Schabacker, beides Drittligaspieler beim NSU Neckarsulm und Favoriten auf den Titel, den sich aber am Ende Abwehr-Ass Florian Bluhm schnappte, Teamkollege von Mohr und Schabacker. In diesen beiden Einzeln blieb Dwain dann leider ohne Satzgewinn, der Sprung als Oberligaspitzenspieler zur Dritten Bundesliga ist eben dann doch immer noch einmal recht groß. Im Doppel an der Seite von Sven Happek wartete im Viertelfinale gegen Julian Mohr und Goran Tadic das Aus, weshalb Dwain leider in zwei Konkurrenzen das Podium knapp verpasste.

Text: S. Staudenecker


 
 
 
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